Behandlung

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird nicht das Symptom, nicht das oberflächlich zu diagnostizierende Krankheitsbild behandelt, sondern die Ursache. Wenn diese lokalisiert und ausgeschaltet ist, dann harmonieren Yin und Yang, und die Erkrankung mit all ihren Erscheinungen geht zurück. 

Beispiel: 
Klagt ein Patient über Herz­beschwerden, wird der Therapeut nicht das Herz behandeln, sondern sich die Leber genauer anschauen. Entsprechend dem erzeugenden Zyklus kann der Auslöser für die Herz­beschwerden beispielsweise Wut sein. Das Element Holz, dem als Organ u.a. die Leber zugeordnet ist, ernährt mit seiner Energie das Element Feuer, dem als Organ u.a. das Herz zugeordnet ist. Ist ein Mensch oft und anhaltend wütend, kann nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin das Element Holz zu stark werden, damit das Element Feuer ­verstärken und so das Herz belasten. Der Arzt wird also zunächst darauf hinwirken, die Ursache für die Wut des Patienten ausfindig zu machen und auszuschalten.

Die TCM wendet ihre eigenen, in Jahrtausenden praktischer Erfahrung entwickelten Diagnosemethoden an. Dazu gehören – neben dem Gespräch mit dem Patienten – vor allem die Zungen- und die Pulsdiagnose. Dies ist die Basis für die nachfolgenden Therapien (Aku­punktur, Massage, Phytotherapie) als Teile einer ganzheitlichen Behandlung.